Wird PKV schneller teurer als GKV und  wird Trump OBAMA-Care zurückdrehen?

Kolumne von Eduard Maier:

eduard-maier-kolumneDie Beiträge eines Mitgliedes einer der gesetzlichen Krankenkassen sind in den letzten Jahren in Deutschland stärker gestiegen als die eines Privatversicherten.  So schreiben diejenigen, die gerne eine Lanze für die private Krankenversicherung (PKV) brechen.

Die Beiträge der PKV steigen 2017 im Schnitt um drei Prozent, so wird berichtet. Für einen privat Versicherten sind aber solche Zahlen nur reine Theorie. Man nimmt a) wahr, was die Presse schreibt und b) man sieht, was mit dem eigenen Vertrag passiert.

Wer aber die nachfolgende Grafik des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unten nüchtern betrachtet, stellt fest:

Die beiden Linien rot (gesetzliche Krankenkassen) und blau (private Krankenversicherer) steigen für das kommende Jahr 2017 gleich stark: 136 Prozent (GKV) und 135 Prozent (PKV).

Entwicklung der Beiträge von Krankenkassen und PKV

Welches der Systeme ist nun besser? Ich behaupte keines! Erstaunlich ist nämlich der geringe gesamtgesellschaftliche Unterschied, denn der ist doch bei einem Abstand von 136,8 Prozent zu 135,0 Prozent in 10 Jahren eigentlich lächerlich niedrig. Stellt sich die Frage: Liegt das vielleicht daran, dass die von den Vätern des gegliederten Krankenversicherungssystem in Deutschland gewollte Konkurrenz der Systeme eigentlich funktioniert?

Nicht umsonst oder mit Recht nahmen die USA bei Ihrer Entwicklung von Obamacare = Krankenversicherung für alle US-Bürger auf das Krankenversicherungssystem in Deutschland als Vorbild. Ob der neue Präsident Donald Trump die Krankenversicherung für alle  jetzt abschaffen will?  Ich sage, das wird er nicht tun, denn er will mit Sicherheit keine inneren Unruhen provozieren.

Jedenfalls habe ich aus seiner vor über 30 Jahren erschienenen Autobiografie „die Kunst des Erfolges“ den folgenden Spruch in Erinnerung: "Der Erfolg ist alles und was die Presse schreibt ist egal, Hauptsache mein Name ist richtig geschrieben". Nun hat er das erreicht, was er wollte und das kann nur einer aus 200 Millionen alle vier Jahre erreichen. Und in spätestens acht Jahren ist ein anderer dran.

Ich denke, was die Krankenversicherung in den USA betrifft. Trump wird gut tun, mit seinen Beratern zusammen das eben eingeführte System der USA zu verbessern. Denn eine Zivilisation, das bedeutet auch, dass jeder Mensch zum Arzt gehen kann. Das kann man nicht einfach so zurückdrehen. Das kann sogar Unruhen bedeuten. Mit der Wahl des Präsidenten Trump müssen wir leben. Die war demokratisch und das zweifelt momentan kein Mensch an.