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Krankenhaus­zusatz­versicherung

Eine Krankenhauszusatzversicherung ist eine Form der privatrechtlich organisierten Krankenversicherung. Das bedeutet, Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung können durch den Abschluss bei einem stationären Krankenhausaufenthalt Leistungen absichern, die nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten sind. Deshalb wird die Krankenhauszusatzversicherung auch als Ergänzungsversicherung bezeichnet.

Für wen ist eine Krankenhauszusatzversicherung sinnvoll?

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen nur für die medizinische Grundversorgung ihrer Mitglieder auf. Diese schließt alle notwendigen Untersuchungen und Therapien ein, für Extras bieten die meisten Kliniken sogenannte Wahlleistungen an. Diese beinhalten Unterbringung und Verpflegung, Chefarztbehandlung oder freie Arztwahl und auch Behandlungen, für die keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, zum Beispiel kosmetische Operationen. Die Kosten für diese Wahlleistungen sind von Klinik zu Klinik verschieden, doch bei einem längeren Aufenthalt handelt es sich um erhebliche Summen.

Eine Krankenhauszusatzversicherung kann diese Wahlleistungen abdecken, der gesetzlich Versicherte erhält somit den Status eines Privatpatienten. Die Versicherung ist für alle sinnvoll, die sich individuelle Leistungen bei einer stationären Behandlung wünschen. Auch bei chronisch Kranken, die sich häufig in stationäre Behandlung begeben müssen, ist eine Zusatzversicherung in den meisten Fällen zweckmäßig. Selbst wenn der Versicherer aufgrund der Krankheit einen Risiko-Zuschlag verlangt, überwiegen in den meisten Fällen die Vorteile.

Doch gerade für Menschen mit einer Vorerkrankung ist es schwer, überhaupt einen Vertrag zu bekommen, denn der Versicherer darf den Antrag ohne Begründung ablehnen. Hier lohnt sich eine Anfrage bei mehreren Gesellschaften und ein anschließender Vergleich. Nur wegen des Alters dürfen Versicherer jedoch keine Ablehnung aussprechen, damit würden sie gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen.

Beachten sollten Sie auch, dass die Police nicht mit sofortiger Wirkung gültig wird. Je nach Versicherungsgesellschaft tritt eine Wartezeit von drei bis acht Monaten in Kraft, dieses Detail sollte unbedingt bei Vertragsabschluss geklärt werden. Für Unfallfolgen beinhalten die meisten Verträge keine Wartezeiten.

Worauf sollte man bei der Wahl einer Krankenhauszusatzversicherung achten?

Mittlerweile gibt es sehr viele Anbieter. Grundsätzlich ist es möglich, als gesetzlich Versicherter privat eine Krankenhauszusatzversicherung bei der Versicherungsagentur seiner Wahl abzuschließen. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen arbeiten mit ausgewählten Versicherungsunternehmen zusammen und bieten ihren Mitgliedern auf diesem Weg ebenfalls eine Krankenhauszusatzversicherung an. Nutzen Sie diese Möglichkeit, binden Sie sich aber auf längere Zeit an Ihre Krankenkasse. Sind Sie mit dem Service Ihrer GKV zufrieden und planen keinen Wechsel, können Sie diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Es gibt viele unterschiedliche Tarife, deshalb sollten Sie Ihre Wünsche vor dem Abschluss klar definieren. Als Gedankenstütze können folgende Fragen dienen.

  • Ist die freie Wahl des Krankenhauses möglich, eventuell auch eine Privatklinik?
  • Erfolgt die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer? Werden die Kosten für Telefon und Fernsehgerät übernommen?
  • Wie hoch ist die Kostenübernahme der Behandlung durch den Chefarzt oder andere Fachärzte? In der Regel sollte der Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte übernommen werden.
  • Schließt der Tarif vor- und nachstationäre Behandlungen ein? Sind ambulante Operationen durch Spezialisten eingeschlossen?

Bei den meisten Versicherern lassen sich die Policen den individuellen Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Was kostet eine Krankenhauszusatzversicherung?

Eine generelle Aussage lässt sich nicht treffen, die Kosten hängen vom Eintrittsalter, den gewünschten Leistungen und natürlich vom Versicherungsunternehmen ab. Einen ersten Vergleich können Sie hier auf unserer Seite nach der Eingabe des Alters und der gewünschten Leistungen durchführen:

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Auch die Stiftung Warentest testet in regelmäßigen Abständen Versicherungen. Nach einem Bericht liegt der monatliche Beitrag für 43-jährige und gesunde Neukunden zwischen 32 und 40 Euro. Doch nicht der günstigste Tarif ist auch der beste. Wesentlich ist, ob der Tarif eine Altersrückstellung enthält. Diese Tarife sind zwar teurer, bleiben aber auch mit zunehmendem Alter bis auf die üblichen Beitragssteigerungen weitgehend konstant. Ohne Altersrückstellung ist der Einstiegstarif niedriger, steigt aber im Laufe der Jahre kontinuierlich an.

Ist eine private Krankenhauszusatzversicherung steuerlich absetzbar?

Im Gegensatz zu den Beiträgen zur GKV, die steuerlich geltend gemacht werden können, lassen sich private Krankenhauszusatzversicherungen nicht von der Steuer absetzen. Einige Möglichkeiten gibt es dennoch. Gewerbetreibende und Selbstständige können zum Beispiel eine Zusatzversicherung für die Entgeltfortzahlung als Betriebsausgabe geltend machen. Doch die Steuergesetze unterliegen häufigen Änderungen. Deshalb wird im Einzelfall ein Steuerberater genaue Hinweise zur Steuererklärung geben können.